Herzliche Grüße aus Havanna, liebe Leser von smokersplanet.de!

Folge 2: Dienstag, 28.02.2012


Die Echtzeit-Kolumne vom XIV. Festival del Habano auf diesem Kanal von und mit 5TH Avenue-Marketingchef Christoph A. Puszkar

(cap) Vor einer Weile schon sind die Busse, die die Gäste des Festivals zu den Plantagen nach Pinar del Rio bringen, abgefahren. Einmal im Leben muss man einfach eine Tabakplantage gesehen und die Entstehung einer Cigarre von Anfang an mitbekommen haben. Deswegen kann ich jedem Besucher Cubas die Besichtigung einer solchen nur empfehlen. Da ich aber schon sehr oft auf den Tabakfeldern war, nutze ich den Dienstag immer sehr gern, um andere Termine wahrzunehmen.

Aber nun erst einmal schnell zu den Ereignissen am gestrigen Tag. Die Zugfahrt haben alle, wie mir gesagt wurde, sehr genossen. Die Landschaft Cubas ist reizvoll. Und wenn man diese mit guten Cigarren und toller Musik genießt, kann eigentlich nichts schiefgehen. Die Fahrt in einem Zug in Cuba ist noch dazu natürlich insofern interessant, weil derselbe technisch sicherlich nicht ganz europäischen oder gar deutschen Normen entspricht.

Für den Begrüßungsabend hat Habanos wieder exzellente Musiker engagiert. Mit ihrer Show ECLECTIC-US hielten Phil Manzanera, Jack Bruce und als Gast Augusto Enríquez die Zuhörer im Bann cubanischer Rhythmen. Ein tolles Erlebnis, das muss man sagen, wobei es, nach meinem Geschmack, eigentlich ein bisschen schade ist. Denn die Gäste freuen sich natürlich am meisten auf die Cigarre, die es immer im Anschluss an das Konzert gibt und können es eigentlich kaum erwarten. Gestern nun probierten wir erstmals die Cohiba Piramide Extra, eine Cigarre im Figurado-Format mit einem 54er Ringmaß und einer Länge von 160 mm. Ich fand sie ausgezeichnet, einfach super, das Warten hatte sich gelohnt! Erst spät kamen wir wieder ins Hotel.

Gestern gab Habanos S.A. auf einer Pressekonferenz, die ich am Vormittag besuchte, die aktuellen Zahlen für das Jahr 2011 bekannt. Der Umsatz weltweit ist um 9Prozent auf 401 Mio. US-Dollar gestiegen. Habanos hält damit einen Marktanteil (gerechnet natürlich ohne die USA) von 80Prozent. Ein Minus ist in Griechenland und Spanien zu verzeichnen, zufriedenstellend ist die Entwicklung vor allem in Deutschland, aber auch den Benelux-Staaten, Großbritannien, in Asien insgesamt, Russland und Brasilien. Auch die 5THAvenue konnte für 2011 das bisher beste Ergebnis der Firmengeschichte verzeichnen: Die Absätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11,5Prozent im Wert und um 6,7Prozent in der Menge.

Nachdem ich bereits auf dieser Pressekonferenz viele bekannte Leute aus der Cigarrenindustrie getroffen habe, mache ich mich nun auf den Weg in das Tabakforschungsinstitut in San Antonio de los Banos. Danach werden wir sehen, wen ich an diesem Tag noch treffen werde. Denn einige gute Bekannte hier in Havanna erwarten meinen Besuch. Aber wie das in Cuba so ist, kann man vorher oftmals schwer sagen, was man an einem Tag alles schaffen wird.

Heute Abend werden wir mit einer kleinen Gruppe im neu eröffneten paladar „La Giraldilla“ essen. Es wird von einer guten alten Bekannten betrieben, Vivian Pena, die einigen Cubareisenden vielleicht bekannt ist. Sie hat für uns viel als Dolmetscherin gearbeitet und unsere Gruppe während des Festivals oft begleitet. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit ihr und bin schon sehr gespannt auf das Ambiente und das Essen. Denn in puncto paladares (von paladar, span.: Gaumen), also kleiner, meist familiengeführter Restaurants, hat sich in Havanna im letzten Jahr einiges getan. Wenn man die Adressen kennt, kann man inzwischen sehr gut essen gehen. Übrigens befindet sich „La Giraldilla“ auf der Calle Tacon No.16, zwischen der Calle O`Reilly und der Calle Empedrado in Alt-Havanna.

Herzliche Grüße aus Havanna sendet Ihnen nun

Ihr Christoph Puszkar


http://www.5thavenue.de