Kurt Eggemann berichtet von der 14. WM im Pfeifelangsamrauchen 2018 in Tokio

Japaner holen die Titel: Satoshi Naitou (Herren) und Yo Uekusa (Damen)

Kurt Eggemann berichtet von der 14. WM im Pfeifelangsamrauchen 2018 in Tokio

(KE) Alle vier Jahre findet die Weltmeisterschaft im Pfeifelangsamrauchen statt. Nach 2010 in Estoril und 2014 in Köln nun 2018 in Tokio. Geladen hatte der japanische Pfeifenraucherverband „THE PIPE CLUB OF JAPAN“ für den 28.10.2018 und insgesamt 294 Teilnehmer aus 21 Nationen, darunter 27 Damen waren der Einladung gefolgt.

Eigentlich begann dieses Event bereits zwei Tage vor dem Wettkampftag am Freitagabend mit einer Einladung an die Präsidenten der teilnehmenden Landesverbände zu einem Präsident Dinner. Neben der Pflege internationaler Freundschaften hilft dieser Abend oftmals sich im Vorfeld auf die am Samstag stattfindende CIPC-Jahreshauptversammlung und das WM-Wochenende einzustimmen. Zeitgleich zur Hauptversammlung der Delegierten Versammlung am Samstag öffnete die traditionelle „Pipe Show“ ihre Türen. Einziger Vertreter aus Deutschland war Wolfgang Diez von DENICOTEA mit einer Auswahl seines Pfeifen- und Pfeifen-Zubehörangebotes. Der ebenfalls traditionelle Galaabend mit kulinarischen Köstlichkeiten des gastgebenden Landes beendete den Samstag. Fast 200 Gäste waren gekommen. Auch hier eine gute Gelegenheit alte Freunde zu treffen aber auch um neue Freundschaften mit Pfeife und Tabak zu schließen.

Der Wettkampf um den Titel des langsamsten Pfeifenrauchers oder der langsamsten Pfeifenraucherin der Welt wird streng nach dem internationalen Regelwerk des Weltverbandes CIPC-Comite International des Pipe Clubs“ ausgerichtet und von der eigens hierfür benannten Jury überwacht. Jeder Teilnehmertisch hat seinen Schiedsrichter. Dieser hat im Verlauf des Wettrauchens darauf zu achten das die Pfeife der Teilnehmer qualmt bzw. auf Verlangen Rauch gezeigt wird. Ist das nicht möglich, wird die zurückgelegte Zeit notiert, gegenbestätigt und per Zeitkartenabholer den Verantwortlichen der Zeitmessung vorgelegt. Nachdem der Schiedsrichter mit dem Startkommando das Wettrauchen um die Weltmeisterschaft freigegeben hatte, hatten die Teilnehmer fünf Minuten Zeit ihre Pfeife zu stopfen. Jeder bekam die gleiche Pfeife und einen Holzstopfer. Danach entzündeten sich auf Geheiß fast dreihundert Streichhölzer um den Tabak ans Glimmen zu bekommen. Eine Minute Zeit ist hierfür nach dem Stopfen vorgesehen, maximal zwei Streichhölzer stehen zur Verfügung. Nach der Minute wird es ruhig im Saal. Vlademir Galas aus Tschechien scheidet mit 1 Min. 43 Sekunden als erstes aus. Danach ging es Schlag auf Schlag aus vielerlei Gründen: Zu fest gestopft, zu locker gestopft und so weiter. Ergebnis immer: Pfeife aus!

Bei den Herren gelingt es dem Japaner Satoshi Naitou seine Pfeife 2 Std. 27 Min. 5 Sek. am Qualmen zu halten. Er wird Weltmeister vor Werner Dobnig aus Österreich mit 2 Std. 10 Min. 34 Sek. und Antoni Pascual aus Spanien mit 2 Std. 5 Min. 40 Sek. Noch zwei Raucher, einer aus Japan und einer aus Ungarn schafften es die zwei Stunden-Marke zu knacken. Deutsche Teilnehmer erreichten mit guten Zeiten gute Plätze, Tobias Debray vom Rauchclub 1876 Würselen-Haal mit 1 Std. 21 Min. 30 Min. und Rene Hilpert vom 1. Kölner Pfeifenclub - The Pipe Club of Cologne mit 1 Std. 24 Sek.

Bei den Damen wurde die Japanerin Yo Uekusa mit 1 Std. 41 Min. 26 Sek. Weltmeisterin vor ihrer Landsmännin Kazuko Takahashi mit 1. Std. 37 Min. 30 Sek. und Elisabeth Dobnig aus Österreich mit 1 Std.32 Min. 4 Sek.

Den Weltmeistertitel bei den 16 Länder-Teams holte sich das Team aus Japan vor Ungarn und Österreich.

Am Abend ging die erfolgreich organisierte Weltmeisterschaft im Pfeifelangsamrauchen 2018 in Tokio mit dem Hinweis auf die nächste Meisterschaft dem Team World Cup 2019 in Lviv in der Ukraine am 13. Oktober 2019 zu Ende.

http://www.pipeclub-of-cologne.koeln